Der Newsblog zu den Beiratswahlen 2018

Autor: Michael Gschrei | Datum: 03. April 2018

Vier Themen brennen den mittelständischen Berufsangehörigen unter den Nägeln

Statt Regulierung der Big4-Mängelprüfer - Mittelstand als Prügelknabe der EU-Reform

Als im Februar 2011 der damalige Binnenkommissar Michel Barnier den WP-Berufsstand nach Brüssel einlud, schien für den Mittelstand noch alles in Ordnung zu sein. Die Big4 machten sich große Sorgen um ihr Geschäftsmodell Prüfung und gleichzeitige Beratung des Prüfungsmandats. Die Mittelständler hofften auf die große Entlastung.

Nach drei Jahren Lobbyarbeit der Big4 war die Big4-Reform von Barnier verschwunden. Gleichzeitig entdeckte der nationale deutsche Gesetzgeber den WP-Mittelstand als Regulierungsziel. Kein Jota zurück, aber viele Belastungen dazu.

Unterstützt von APAK, WPK, DStV und IDW wurde die Parole ausgegeben. Wir wollen die alte Überregulierung behalten und noch einiges draufsatteln. 

Wir wollten und wollen immer noch den Peer Review nach der EU-RL. Der Mittelstand hatte zwar nichts mit den Mängeln der Big4-Prüfer aus der Finanzkrise zu tun. Aber wenn sich der DBV, der DStV und die Herzig-Liste unter die Fittiche von IDW/Big4 begeben, dann bekommen der Mittelstand und die Einzelpraxen die Regulierungsprügel ab. So kam es dann auch.

Vertreter des wp.net kämpften vehement, aber vergeblich für eine Qualitätskontrolle nach EU-Recht: Dem Peer Review nach Art. 29 der EU-Richtlinie. Präsident Ziegler & Co aus dem Vorstand, Vertreter des IDW und des DStV haben den Mittelstand verraten und sangen im Beirat der WPK das Lied von der höchsten Qualität. 

Deswegen ist die Berichtigung der fehlgeleiteten EU-Reform 2014/2016 ein sehr großes Anliegen, das wir mit einem Wahlsieg korrigieren werden. 

Dazu brauchen wir aber erst noch Ihre 45 WP-Stimmen bzw. 12 vBP-Stimmen!